Niederlage beim 1. FC Köln

0 zu 1 bei der U21 der Geißböcke

 

Marko Karamarko stapfte wütend vom Feld: "Unglaublich, dass die mit so einem Glücksschuss das Siegtor machen", rief der Linksverteidiger des FC Wegberg-Beeck fassungslos beim Verlassen des Platzes nach dem Abpfiff. Soeben hatten die Kleeblätter vor 300 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion bei der U 21 des 1. FC Köln 0:1 verloren - durch einen ansatzlosen herrlichen 30-Meterschuss von Lucas Cueto genau in den Winkel (67.) - da passte zwischen Ball und Knick wirklich keine Zeitung mehr.

"Irgendwie passt es zu diesem Spiel, dass es durch so einen Treffer entschieden wird. Es wird wirklich Zeit für die Winterpause", fasste Kölns aufgeräumter Coach Martin Heck den bescheidenen Kick treffend zusammen. Beecks Teamchef Friedel Henßen sah's nicht viel anders: "Wir haben durch einen Sonntagsschuss verloren. Dieses Glück hatten wir bei unserem Weitschuss nicht." Was auf Beecks einzig gefährlichen Torschuss im gesamten Spiel gemünzt war - aus 20 Metern verfehlte Enzo Wirtz das Kölner Gehäuse nur knapp (78.).

Dass der Sieg der Geißböcke verdient war, mochte aber auch Henßen nicht abstreiten: "Köln hatte ja schon mehr Spielanteile. Bei uns fehlte im Spiel nach vorne die letzte Konsequenz."

Beeck begann wie erwartet mit derselben Aufstellung wie gegen Wiedenbrück. Die Platzherren waren von Beginn an tonangebend, wirkten bei allem Engagement und trotz großer Laufbereitschaft aber auch ein wenig übereifrig, fehlte in vielen Situationen die nötige Ruhe und Übersicht. "Wir haben da viele fahrige Pässe gespielt", monierte Heck.

Bezeichnend, dass bei aller Überlegenheit Kölns erste zwingende Chance aus einem Konter resultierte. Den folgenden Schuss von Jannes Hoffmann parierte Beecks erneut tadelloser Keeper Patrick Nettekoven (25.). Und auch bei Kölns zweiter Großchance der ersten Hälfte, einem Kopfball von Timo Hübers nach einer Ecke, reagierte er vorzüglich (41.).

Umgekehrt kam Beeck kaum einmal in die gegnerische Hälfte, wurden die Bälle schnell wieder verloren. Am grundsätzlichen Spielgeschehen änderte sich auch in Hälfte zwei nur wenig. Bis auf ein Beinahe-Eigentor des wieder sehr umsichtigen Simon Küppers, der in dieser Szene in höchster Not rettete (58.), geriet Beecks Tor kaum einmal ernsthaft in Gefahr - bis eben zum entscheidenden Sonntagsschuss.

Beeck: Nettekoven - Thelen, Küppers, Ajani, Karamarko - Wilms (80. Azin), Walbaum (49. Ribeiro) - Lambertz, Richter - Berkigt (74. Wirtz), Dagistan

Quelle : Rheinische Post / Mario Emonds

 

 

 

 

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